Microjet-Wundtherapie
Die Medaxis-Microjet-Wundtherapie gilt laut verschiedener klinischer Studien als bewährte und wirksame Therapie, die zu einer optimalen Wundbettvorbereitung und einer beschleunigten Heilung beiträgt.
Die meisten Wundbehandlungstherapien beschränken sich auf einen einzigen Wirkmechanismus. Der Medaxis Microjet reinigt nicht nur akute und chronische Wunden, sondern bietet mehrere klinische Vorteile und fördert gleichzeitig die Heilung.
+ Mikroblutungen und Neovaskularisation
Der Microjet löst Mikroblutungen aus, wodurch die Wunde mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, die für die Neovaskularisation und das Gewebewachstum erforderlich sind.
+ Stimulation und Sauerstoffversorgung
Die Stimulation des Wundbetts durch den Microjet erhöht die Zellaktivität und fördert die Durchblutung, wodurch der während der Behandlung zugeführte Sauerstoff die Wunde erreichen kann.
+ Entfernung von Biofilm und Verringerung der bakteriellen Belastung
Biofilm stellt ein wesentliches Hindernis für die Wundheilung dar. Seine Entfernung durch den Mikrojet-Strahl führt zu einer Verringerung der bakteriellen Belastung, was für den Heilungsprozess von Bedeutung ist.
+ Rückführung chronischer Wunden in den Zustand akuter Wunden
Stagnierende, chronische Wunden werden durch die Mikrojet-Therapie wieder in den Zustand einer akuten Wunde versetzt, d. h., die Wundheilung wird wieder in Gang gesetzt.
Die klinischen Ergebnisse der Medaxis-Mikrojet-Therapie zeigen eine deutlich schnellere Wundheilung, eine geringere Infektionsrate und weniger Nebenwirkungen.
Das Microjet-Wundtherapiesystem von Medaxis nutzt einen stark gebündelten Mikro-Wasserstrahl, mit dem weiches bis zähes Wundgewebe präzise und gewebeschonend von der Wunde entfernt wird. Dabei wird mithilfe eines Handstücks mit voreingestellter Intensität eine sterile Flüssigkeit auf die Wundoberfläche gesprüht. Behandler, Patient und Umgebung werden dabei mit Abdeckmaterial vor einer Ansteckung geschützt.
Die Wundreinigung wird so lange fortgesetzt, bis alle Wundrückstände entfernt sind. Eine minimale oberflächliche Blutung aus dem Wundbett ist dabei ein erwünschter Effekt. Mit diesen Mikroblutungen erzeugt der Behandler gezielt einen Zustand der Hyperämie, der den regenerativen Wundheilungsprozess in allen vier Phasen der Wundheilung beschleunigt.
Es können verschiedene Flüssigkeiten verwendet werden, wie z. B. 0,9 %ige NaCl-Lösung und Ringer-Lösung. Andere Spülflüssigkeiten, antimikrobielle Flüssigkeiten oder Desinfektionsmittel können gemäß der Anweisung eines medizinischen Fachpersonals verwendet werden.
An das Microjet-Wundtherapiesystem können Beutel mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1000 ml angeschlossen werden. Ein 1000-ml-Beutel reicht bei kontinuierlichem Einsatz mit hoher Intensität für ca. 12 Minuten.
Die Mikrojet-Wundtherapie bietet eine breite Palette an Intensitätsstufen mit einem Aufpralldruck von 0,1 bis 160 bar. Der Aufpralldruck ist der Druck, dem die Wunde ausgesetzt wird.
Zur Einstellung des Drucks stehen zwei verschiedene Methoden zur Verfügung:
– Der Druck kann am Gerät auf die Stufen 1 bis 5 eingestellt werden.
– Durch die Wahl des Handstücks lässt sich auch die Druckwirkung anpassen (Standard > breit).
Entscheidend sind jedoch der Abstand und der Winkel, in dem das Handstück zum Wundbett gehalten wird.
Der optimale Arbeitswinkel liegt zwischen 3° und 45° zur Wundoberfläche. Der empfohlene Abstand zur Wunde hängt vom verwendeten Handstück ab:
• Standard-Jet: empfohlener Arbeitsabstand 15–20 cm
• Flat-Jet-Narrow: empfohlener Arbeitsabstand 4–10 cm